Freundeskreis-Talk: Regisseur Martin Nimz gab interessante Einblicke

 11.05.2009
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Zahlreich waren die Mitglieder und auch die interessierte Öffentlichkeit erschienen, um von dem bekannten Theaterregisseur Martin Nimz Erläuterungen zu seinen Stücken und auch Gedanken zu Regie heute zu erhalten.
Im wunderschönen Palais Prinz Carl konnte die Mitgliederbeauftragte Gabriele Wiedemann, die selber das Interview führte, unter den Gästen den Vorsitzenden des Freundeskreises Dr. Jobst Wellensiek begrüßen, ehe sie mit der aktuellen Frage einstieg: „Was interessiert Sie an „Wallenstein“? Denn die Premiere des umfangreichen Stückes stand unmittelbar bevor, und zwar in außergewöhnlichem Rahmen, nämlich im Gasthof „Goldene Rose“.
Martin Nimz erklärte dem verblüfften Publikum, dass er sich sehr zögerlich dem gewaltigen Stoff genähert habe und die laufenden Proben immer wieder zu Veränderungen in der Konzeption geführt hätten. Was natürlich die Spannung auf die endgültige Aufführung nur erhöhte!
Die vergangenen Heidelberger Inszenierungen von „Die Räuber“, „Effi Briest“, „Woyzeck“, „Michael Kohlhaas“ und „Die Nibelungen“, die zum Teil zu kontroversen Publikumsreaktionen geführt hatten; kamen ausführlich zur Sprache und offenbarten die tiefe Liebe des Regisseurs zu den Klassikern, auch wenn seine aktualisierten Inszenierungen nicht immer auf Verständnis stießen. Hierzu war nun das Gespräch sehr aufschlussreich, und mancher hat die Gedanken von Nimz wesentlich besser verstehen können als vorher.
Biographische Aspekte zu dem Künstler, der 1956 in Brandenburg geboren ist und zu DDR-Zeiten seine Ausbildung als Schauspieler und Regisseur erfahren hat, wurden genauso thematisiert wie offene und kritische Anmerkungen zum Verhältnis von Publikum zu Regisseur, aber auch umgekehrt.
Beim Gespräch offenbarte sich ein hochsensibler Künstler, der zum Abschluss mit begeistertem Beifall belohnt wurde und – als begeisterter Kuchenfan – von Gabriele Wiedemann neben gutem Wein auch eine Linzertorte erhielt.
Lesen Sie dazu den Bericht der Rhein-Neckar-Zeitung vom 15.05.2009

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