Freundeskreis-Abend zur Kooperation Heidelberg – Tel Aviv

 19.01.2010
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Ein erstes Highlight des neuen Jahres war der Probenbesuch bei „They call me Jeckisch“ und das sich daran anschließende Gespräch. Für dieses Stück haben Mitglieder des Heidelberger Ensembles in Israel mit aus Deutschland stammenden Juden ( den sogenannten Jeckisch) Gespräche geführt. Diese Stoffsammlung war dann die Grundlage für ein von Dramaturgie, Regie und israelischen und deutschen Schauspielern zusammen entwickeltes Stück. In eindrücklicher und bewegender Weise wurden Themen auf die Bühne gebracht wie die Fremdheit der deutschen Juden in Israel, die Sprachlosigkeit der Älteren über den Holocaust, der Umgang der „dritten Generation“ mit diesem Thema. Ganz besonders berührend war die Auseinandersetzung der israelischen und deutschen Schauspieler, die sich während der Proben ergeben hatte und als zweites Thema in das Stück integriert wurde: wie begegnen Deutsche und Israelis sich heute ? Im April werden wir in Heidelberg noch einmal Gelegenheit haben, „Jeckisch“ zu sehen, außerdem wird es im September in Tel Aviv aufgeführt, was sicher für alle Beteiligten noch einmal eine Herausforderung sein wird. „They call me Jeckisch“ ist die erste von sechs Produktionen, die das Theater Heidelberg zusammen mit dem Teatron Beit Lessin (Tel Aviv) für die nächsten zwei Jahre plant. Dies Projekt (Familienbande) wird von der Kulturstiftung des Bundes, aber auch vom Freundeskreis finanziell unterstützt. Nach der Probe haben uns die beiden Projektleiter – Jan Linders, Heidelberg und Avishai Milstein, Tel Aviv das Rahmenkonzept erläutert, über die bisherigen Erfahrungen berichtet und die nächsten Produktionen vorgestellt, auf die wir gespannt sein können. Abschließend lud uns Avishai Milstein ein, im September nach Tel Aviv zu kommen, um dort „Jeckisch“ zu sehen. Sicher ein Vorschlag zu einer Theaterreise, über den wir nachdenken werden.
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