Die Menschen kennen lernen: Das Leitungsteam des Theaters war zu Gast

 02.02.2012
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Das Ankommen in Heidelberg war für das neue Leitungsteam des Theaters offensichtlich kein Problem: Vergnügt berichteten sie von ihren ersten Erfahrungen und Begegnungen mit den „Kurpfälzern“. Intendant Holger Schultze freut sich an der spontanen und oft direkten Kontaktaufnahme der Heidelberger, Chefdramaturg Jürgen Popig wird ganz automatisch durch zwei schulpflichtige Kinder in das Alltagsleben hineingezogen, Franziska-Theresa Schütz, die Leiterin des Jungen Theaters, hat nicht nur schnell „ihren Supermarkt“, sondern auch viele Kontakte zu Lehrern und Schülern geknüpft, und Operndirektor Heribert Germeshausen ist „überall heimisch, wo es gute Musik gibt“.
Nicht die fachliche Kompetenz, sondern die menschliche Seite stand im Mittelpunkt des Gesprächs, das Gabriele Wiedemann vom Freundeskreis mit den Spartenleitern führte, und viele Mitglieder waren in die „Traumfabrik“ im Theaterkino gekommen, um die „Neuen“ hautnah zu erleben.
Wie ist das Heidelberger Publikum? (gebildet, kritisch, offen, zugewandt) Wie ist die Situation der Künstler in den ausgelagerten Spielstätten? ( reizvolles Ambiente, aber viel zu wenig Sozialkontakte der Theaterleute untereinander)
Wie funktioniert die Zusammenarbeit der Spartenleiter, z. B. bei der Verteilung des Etats? Gibt es Gerangel und Konkurrenzen? ( weit gefehlt, man plant und verantwortet gemeinsam, setzt Akzente und bespricht Regiekonzepte und Personalfragen im Konsens, aber letztlich entscheidet der Chef)
Was macht man, wenn sich eine Inszenierung als Flop herausstellt? (bisher noch nicht eingetreten, der Run des Publikums auf Karten ist ungebremst, selbst schlechte Kritiken verstören nicht, so ist z.B. „Carmen“ total ausverkauft)
Welche Aufführung würden Sie besonders empfehlen? (da will sich keiner festlegen, aber „Furcht und Hoffnung in Deutschland“ von Franz Xaver Kroetz gilt als besonders anspruchsvoll und gelungen)
Das waren die Gesprächsakzente, aber da die Zeit wie im Flug verging, sollte auch das Publikum noch zu Wort kommen und Raum bleiben für persönliche Begegnungen beim anschließenden Glas Wein. Das nutzten viele Besucher aus und so endete der Abend in fröhlicher und lockerer Atmosphäre.
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