Freundeskreis des Theaters: Sie sind mehr als nur Geldgeber

 11.05.2015

Freundeskreis

Interview in der Rhein-Neckar-Zeitung mit unserem Vorstand Dr. Dieter Sommer


Mitglieder haben Kontakt zu Schauspielern und zur Intendanz: Warum es sich lohnt dabei zu sein, berichtet Dieter Sommer


Dieter Sommer ist von Anfang an dabei – schließlich sei er schon immer „theateraffin“ gewesen. Und wie könnte man da besser einen Beitrag leisten, als im Freundeskreis des Theaters? 376 Mitglieder hat der mittlerweile. Dieter Sommer ist der Erste Vorsitzende. Jetzt startet das Theater eine groß angelegte Aktion für seinen Freundeskreis. Sechs Mal im Mai wird nach Vorstellungen von der Bühne auf den Verein hingewiesen, später informieren die Mitglieder das Publikum noch selbst. Denn natürlich möchte man gerne die 400er Marke knacken. Zumal der Freundeskreis im Oktober sein zehnjähriges Bestehen feiern kann. Weshalb eine Mitgliedschaft nicht nur gut für das Theater ist, sondern auch für die Freunde selbst, berichtet Dr. Dieter Sommer im RNZ-Gespräch.
Herr Sommer, können Sie drei Gründe nennen, weshalb man dem Freundeskreis betreten sollte?
Erstens: Um das Theater zu unterstützen. Zweitens: Um einen näheren Kontakt zum Theater zu bekommen und drittens: Um untereinander Freundschaften zu knüpfen.
Das heißt, die Förderung im Freundeskreis geht auch über das Finanzielle hinaus?
Genau. Durch den Freundeskreis werden für die Mitglieder die Türen zum Theater geöffnet. Man pflegt auch einen Kontakt zu den Schauspielern oder auch zur Intendanz. Das hat man ja normalerweise nicht. Der Freundeskreis ist das Binderglied zwischen Publikum und Theater.
Können Sie ein Beispiel nennen?
Es gibt etwa exklusiv für Freundeskreis-Mitglieder vor den Premieren eine Einführung in das Stück durch den Regisseur und den Intendanten Holger Schultze mit Sektempfang. Mehrmals im Jahr lernen wir im Freundeskreis-Talk einzelne Künstler näher kennen. Außerdem unternehmen wir Theaterreisen. Letztes Jahr besuchten wir ein Stück von Tanzchefin Nanine Linning in Amsterdam. Das war für mich ein Höhepunkt in meiner Zeit im Freundeskreis. Nach der Vorstellung saßen wir noch mit Nanine und den Tänzern zusammen. Am kommenden Freitag beginnt die zweite Theaterreise. Wir besuchen in Budapest die “Dreigroschenoper”, inszeniert von Victor Bodo. Er wurde hier mit “König Ubu” bekannt und wird in der nächsten Saison “Fahrenheit 451” in Heidelberg inszenieren.
75 Euro kostet der Jahresbeitrag für Einzelpersonen. Was passiert mit dem Geld?
Das wird Jahr für Jahr mit dem Intendanten neu besprochen. Wir unterstützen beispielsweise einzelne Aufführungen, die ohne eine Förderung nicht möglich gewesen wären. In dieser Spielzeit gehören dazu etwa „Cabaret“ oder bei den Schlossfestspielen „Romeo und Julia“. Der Intendant ist auch immer Gast bei den Vorstandssitzungen und erklärt, wo es Bedarf gibt.
Gibt es eine Aktion, auf die Sie sich in dieser Spielzeit noch besonders freuen?
Auf unseren Theaterbrunch. Der ist am 28. Juni im Alten Saal. Es gibt etwas zu essen und kleine Vorführungen aus jeder Sparte, dazu eine große Tombola. Deren Erlös geht natürlich an das Theater. Außerdem freue ich mich auf das Sommerfest des Freundeskreises in dieser Woche. Dazu lädt der Freundeskreis alle ein – vom Elektriker bis hin zum Intendanten. Dort kann man dann direkten Kontakt mit den Künstlern und allen Mitarbeitern knüpfen.
Und was genau erwartet die Zuschauer nach den sechs Vorstellungen im Mai?
Im Foyer stehen Vorstandsmitglieder bereit, um Fragen zur Mitgliedschaft zu beantworten und Mitgliedsanträge zu übergeben. Es wäre erfreulich, wenn viele Theaterbesucher gleich unterschreiben würden.
Von Anica Edinger

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