Viele begeisterte Freundeskreismitglieder und Besucher beim Theater trifft Freunde - Brunch

 28.06.2015
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Man fühlte sich ein bisschen an Loriot erinnert, als vier Schauspieler eine Szene von „Der nackte Wahnsinn“ auf die Bühne des Alten Saales brachten. Das Stück, das am 4. Juli Premiere im Heidelberger Theater hat, scheint höchst amüsant zu werden. Die 120 Gäste des ausverkauften Theater-Brunchs waren die Ersten, die Michael Frayns Boulevardstück kennenlernen konnten. Auch das erste Stück mit Nanine Linnings Tänzern auf dem Schloss, „Penumbra“, wartet noch auf die Premiere am 10. Juli. Drei der Tänzer zeigten in einem kleinen Ausschnitt kraftvolle und harmonisch abgestimmte Bewegungen. Ach ja: „Penumbra“ ist total ausverkauft.
Die Gäste des zweiten Theater-Brunchs des Freundeskreises des Theaters und Orchesters waren auf Genuss eingestellt. Dazu gehörte das Programm der Künstler, moderiert von Intendant Holger Schultze, das mit der Feuerwerksmusik des Hornquartetts begann und mit eigens einstudierten Auftritten des Chores endete. Dazwischen präsentierte sich die Oper mit Carolyn Frank und James Homann, der mit einer Arie aus dem „Figaro“ ebenfalls schon weit voraus auf die Premiere im September verwies. Annemarie Herfurth begleitete am Klavier.
Zum Genuss gehörte natürlich auch der Brunch aus dem „Güldenen Schaf“. Der wahre Zweck der Veranstaltung aber war ein anderer, wie Dr. Dieter Sommer, der Freundeskreisvorsitzende, erklärte: Geld für das Theater zu erhalten. Das gelang hervorragend, denn mit Eintrittsgeldern und 150 Gewinnen aus der Tombola, gesponsert von der Heidelberger Geschäftswelt, wurden mehr als 4000 Euro erzielt. Das Theater braucht sie für ein ganz bestimmtes Projekt, das ab Ende April 2016 im Alten Saal zu sehen sein wird. „Stadt, Land, Flucht“ lautet der Arbeitstitel für die Stückentwicklung des Regieduos Anestis Azas und Prodromos Tsinikoris: Sie recherchieren über die Flüchtlingsströme in Europa und machen die Geschichten der Menschen zum Thema, die in Heidelberg eine neue Heimat finden wollen. Dass sich im vor genau zehn Jahren gegründeten Freundeskreis des Heidelberger Theaters dank der vielen Veranstaltungen auch neue Freundschaften unter den Mitgliedern selbst entwickeln, sah Dieter Sommer als besonders positiv an. Die Stimmung am sonnigen Sonntag war jedenfalls entspannt und fröhlich. Text: RNZ Birgit Sommer, Fotos: Annemone Taake, Gabi Dietz-Wölfer

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