10 Jahre Freundeskreis-Mitgliederversammlung

 14.10.2015
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Zum 10-jährigen Bestehen des Freundeskreises des Theaters Heidelberg machte das Theater seinen Freunden selbst das schönste Geschenk: Künstler aller Sparten gestalteten den Ablauf der Mitgliederversammlung im Alten Theatersaal. Steffen Gangloff berichtete in seinem Monolog aus der Komödie „Kunst“ von seinem verzweifelten Changieren zwischen den Wünschen von Mama, Braut und zwei Stiefmüttern. Das junge Theater führte aus „Mahlzeit“ eine kulinarisch-dramatische Versuchsanordnung des österreichischen Autors Bernhard Studlar für ganz kleine Zuschauer vor, ein Stück, das vom Freundeskreis finanziell unterstützt wird. Sechs Orchestermitglieder spielten, und Nanine Linnings Tänzer ließen ahnen, wie das neue Stück „Silver“ das im November Premiere hat, aussehen könnte. Der Bassist Wilfried Staber schließlich amüsierte das Publikum als Wiener stiller Zecher. Mit 240 Mitgliedern war der Freundeskreis des Theaters und Orchesters am 19. Oktober 2005 gestartet, ins Leben gerufen vom damaligen Intendanten Peter Spuhler. Auf genau 378 Freunde ist er bis zur aktuellen Mitgliederversammlung angewachsen, wie der Vorsitzende Dr. Dieter Sommer vortrug. Den Rückblick gab es als Flyer gestaltet für alle Interessenten: Das Theater wurde bisher mit 350 000 Euro unterstützt. Im Jahr 2014/15 summierten sich Mitgliedsbeiträge und Spenden wieder auf mehr als 40 000 Euro, unterstützt wurden damit vor allem die Produktionen „Cabaret“ und „Romeo und Julia“. In vielen Freundeskreis-Talks lernten die Mitglieder die Theatermacher näher kennen, es gibt regelmäßige Probenbesuche und die Freundeskreis-Lounge bei Premieren. Beim Stückemarkt finanziert der Freundeskreis den „Preis des Publikums“, er veranstaltet das legendäre Sommerfest, den Theaterbrunch „Theater trifft Freunde“ und Reisen, die immer etwas mit dem Heidelberger Theater selbst zu tun haben. Die erste ging mit Cornelius Meister zum Konzert nach Paris, die Vierte führt 2016 nach s’Hertogenbosch, wo das Tanztheater mit „Hieronymus B.“ auftreten wird und die große Ausstellung zum 500. Todestag des Malers Hieronymus Bosch zu sehen ist. Dr. Jobst Wellensiek, die ersten sechs Jahre lang Vorsitzender und heute Ehrenvorsitzender des Vereins, staunte über die vielen neuen Aktivitäten und witzelte: „Wir durften damals noch nicht über Nacht wegbleiben.“ Einstimmig wiedergewählt wurde der Vorstand mit Dr. Dieter Sommer, Dr. Annette Trabold, Gabriele Wiedemann, Jürgen Neidinger (Schatzmeister) und Ute Bujard (Schriftführerin). Zu den Beisitzern Gabi Dietz-Wölfer, Michael Eckert und Uwe Hollmichel kam Prof. Anke Schuster neu dazu. Die Stadträtin, die auch im Kultur- und im Finanzausschuss sitzt, will die Interessen des Theaters dort gerne vertreten, wie sie sagte. Birgit Sommer, RNZ 15.10.2015

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